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Archiv - 2006

17.12.2011 Dresden | DSC-Jahresabschlussportfest

10 Wochen Training in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele sind bewältigt. Leider muss ich auch vermelden, dass ich mich seit knapp 4 Wochen mit Knieproblemen am Sprungbein herumplage und bisher nur eine einzige Hochsprungeinheit absolvieren konnte. Deshalb wollte ich meine Qualitäten beim traditionellen Weihnachtssportfest des Dresdner SC auf anderen Gebieten ausprobieren, um eine Standortorientierung der körperlichen Leistungsfähigkeit zu bestimmen.

Mit meinem Vereinskameraden Georg Fleischhauer (13. WM 2011 400m Hürden)  entschieden wir uns für eine Neuauflage des 60 m Hürdenduells aus dem vergangenen Jahr. Trotz eines verkorksten Laufes konnte ich mich in 8,18s knapp gegen Georg durchsetzen, der auf Grund einer Umstellung des Hürdenschrittes auf der Stadionseite, mit seiner zweitbesten, bzw. neuen guten Seite in 8,23s mir ein packendes Duell lieferte.

Im Anschluss probierte ich mich mit meinem Hochsprungschwungbein im Weitsprung. Überraschenderweise konnte ich eine neue Bestleistung mit 7,36 m aufstellen. Nur das Weitsprungbrett treffen müsste ich auch noch ein bisschen üben!

Glücklich, die sechs Versuche im Weitsprung überlebt zu haben, sprintete noch ich mit meiner Vereinsstaffel (Grothkopp-Spank-Gräfe-Fleischhauer) in der 4x200m-Staffel zu 1:28,70 min.

Das war wirklich ein ausschweifendes Programm und eine absolut unterhaltsame Trainingseinheit! Hürdenlaufen, Weitspringen und 200m, sowie den Stabwechsel müsste ich intensiver übern. Sobald mein Knie wieder fit ist, würde ich in zwei Wochen aber viel lieber an der Hochsprungtechnik tüfteln.

23.10.2011 Torrevieja (SPA) | Die letzten Muskelzuckungen

Ohne Fleiß kein Preis, ist das Motto des Leichtathleten in den Herbst- und Wintermonaten. In dieser Zeit werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Sommersaison gelegt. Die ersten Trainingseinheiten der Vorbereitung auf das neue Jahr sind immer ganz besonders quälend. Und wenn schon der Trainingsinhalt nicht immer die ganz große Freude bereitet, dann sollte wenigstens die Umgebung stimmen.

An der spanischen Mittelmeerküste sind die Einheiten bei sonnigen 23°C eine angenehme Qual. Nach den kräftezerrenden Trainingsstunden im tiefen Sand ist für eine Abkühlung bei mittlerem Wellengang garantiert. Auch wenn die Muskulatur langsam nicht mehr so will wie ich und das Hotelbett zum Aufenthaltsort Nr. 1 geworden ist, finde ich es jammerschade, dass die Reise morgen wieder nach Hause ins kühle Dresden geht.

14.10.2011 Dresden | Moderator beim Fest der Begegnung der Deutschen Sporthilfe

10.10.2011 Dresden | Laudator beim Grünen Band für vorbildliche Talenförderung im Verein

Foto: dosb
Foto: Iris Hensel

10.10.2011 Dresden | Das Jahr der vielen Möglichkeiten

Der Startschuss für die Olympischen Spiele im August 2012 in London (GBR) ist für mich heute gefallen, die Vorbereitung hat begonnen. In diesem Jahr werden die z.T. qualvollen Trainingsstunden etwas angenehmer erscheinen, denn im Hinterkopf werden mich immer die Gedanken an das bedeutendste Sportereignis der Welt beflügeln.

Schon fast traditionell gebe ich vor einer neuen Saison ambitionierte Zielstellungen aus, die Leitfaden für das Training sind und mich besonders stark auf dem Weg zum Jahreshöhepunkt motivieren. Im Zentrum der Vorbereitungsmaßnahmen stehen 2012 natürlich die Wettkämpfe in London. Und wer bei Olympische Spielen an den Start geht, träumt natürlich von einer Medaille, das ist bei mir nicht anders. Letztlich zählen im Kampf um die Medaillen dann die Tagesform und auch das nötige Quäntchen Glück!

Das kommende Jahr wird aber nicht nur auf Grund der XXX. Sommerspiele höchst spannend. Das Highlight einer für mich aus Hochsprungsicht kürzeren Hallensaison wird die WM in Instanbul (TUR) sein. Schon Ende Juni findet die Europameisterschaft in Helsinki (FIN) statt, bei der es die Möglichkeit gibt eine Medaille zu gewinnen. Natürlich möchte ich auch meine Titelsammlung bei Deutschen Meisterschaften erweitern, im fünften Jahr in Folge bester Deutscher Hochspringer bleiben und ich hoffe, dass endlich der Knoten auch mit meiner Bestleistung platzt.

Ich habe viel vor, es gilt keine Zeit zu verlieren. Auf zum Training!

14.09.2011 Dresden | Saisonrückblick

Die Wettkampfsaison 2011 hat mit den Meetings in Ostrava (2,32m, CZE) und Eugene (2,32m, USA) besser als erwartet begonnen. Der dritte Platz bei der Team EM, Platz sechs in der Gesamtwertung der Diamond League und der Deutsche Meistertitel gehören zu den positiven Seiten der Saison. Position neun in der Weltjahresbestenliste, sowie die Bestätigung dieser Position im WM-Finale ärgern mich.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ich meine durchschnittliche Wettkampfleistung um 5 cm auf genau 2,27 m steigern, das sind 0,3 cm weniger als in 2009. Ich bin gesund und das Fundament stimmt. Im Hinblick auf das Olympiajahr müssen noch ein, zwei kleine Schräubchen nachjustiert werden und dann kann ich nach dem Urlaub sowie der notwendigen Regenerationspause optimistisch in das Olympiajahr blicken!

Presseschau:

http://www.raul-spank.de/fileadmin/pdf/pdf_presse/DNN_20110913.pdf

http://www.raul-spank.de/fileadmin/pdf/pdf_presse/SZ130911Saisonfazit.pdf

11.09.2011 Berlin | Saisonfinale beim ISTAF

Der finale Wettkampf der Freiluftsaison 2011 war für mich nochmal ein ganz besonderer, denn ich kehrte an die Stätte meines bisher größten Erfolges zurück. Im Berliner Olympiastadion konnte ich beim 70. ISTAF, wie schon bei der WM 2009 den dritten Platz hinter Weltmeister Williams (USA) und Bronzemedaillengewinner Barry (BAH) mit einem guten Sprung über 2,26 m erspringen. Der erste Versuch an 2,30 m hätte mit ein bisschen Glück gültig sein können, für weitere gute Versuche fehlte am Ende einer langen Saison leider etwas die Kraft. Vor 50.000 begeisterten Zuschauern zu springen war nochmal ein schöner Saisonabschluss.

08.09.2011 Zürich (SUI) | Finale in der Diamond League

Die Chance auf den Gesamtsieg in der Diamond League beim Finale in Zürich konnte ich leider nicht nutzen (Platz 7, 2.25m). Auch wenn das Ergebnis schwächer war als bei der WM war, funktioniert der technische Ablauf wieder besser. Am Sonntag werde ich beim ISTAF die Saison mit einem Sprung über 2,30m beenden!

Foto: Iris Hensel

01.09.2011 Daegu (KR) | WM-Finale

Das WM-Finale ist für mich eine ganz große Niederlage. Leider konnte ich meine Ziele: technisch sauber zu springen und eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen nicht erreichen.

Es wird sicher einige Tage dauern, das zu verdauen und die richtigen Lehren aus diesem Wettkampf zu ziehen.

Foto: Iris Hensel

30.08.2011 Daegu (KR) | Unnötig zittrige Angelegenheit

Pflichtaufgabe erfüllt, jetzt kommt die Kür. Die Sprünge inklusive 2,28m waren sehr stark, genau wie ich es mir vorgestellt hatte. In dem Denken, dass 2,28m mit ?weißer? Weste reichen für das Finale, habe ich unbewusst einen Gang zurückgeschalten. Auf einmal wuchsen meine Kontrahenten über sich hinaus und es gab für mich ein paar bange Minuten.

Der heutige Tag war ohnehin nicht optimal, geprägt von vielen nervigen Kleinigkeiten wie Kopfschmerzen oder Halsschmerzen,... Sei es drum, im Finale werden die Karten neu gemischt.

Ziel fürs Finale: Bestleistung - deswegen bin ich nach Daegu gereist.

Startliste im Finale: daegu2011.iaaf.org/documents/pdf/4147/AT-HJ-M-f----.SL2.pdf

PS: ein gutes Omen - ich werde im Finale den Wettkampf eröffnen, das war auch in Berlin so?

Über Korea

23.08.2011 Jeju (KR) | Zwischenstation auf dem Weg zur WM

Die WM-Reise hat begonnen. Bevor es jedoch an das Ziel nach Daegu geht, lege ich eine sechstägige Zwischestation auf der Insel Jeju (KR) ein. Hier liegt der Schwerpunkt neben der Anpassung an die neue Zeitzone auf dem Feintuning der Hochsprungtechnik mit meinem Trainer Jörg Elbe. Die Bedingungen vor Ort sind gut. Die Gesamtorganisation zwischen Hotel, Essen, Trainingsstätten verdient das Prädikat: gut.

27.08. geht die Reise dann weiter in die WM-Stadt, leider ohne meinen Trainer. In Daegu erwartet alle Athleten ein Novum:  Die WADA und die IAAF führen bei der 13. Leichtathletik Weltmeisterschaften erstmals disziplinübergreifend bei allen Athleten Blutkontrollen neben den klassischen Urinproben durch. Das ist durchaus positiv zu bewerten, so kann eine noch höhere Chancengleichheit zwischen allen Athleten gewährleistet werden.

Bis dahin bleibt mir aber noch Zeit eine offenen Frage zu klären: Warum heißt Korea das "Land der Morgenstille"?

Foto: Götz Heinen

29.07.2011 Stockholm (SWE) | Akkus wieder aufladen

2,22 m, Platz 8 bei der DN Galen in Stockholm. Positiv an der Sache ist, ich bin top fit und es gibt sogar noch theoretische Chancen die Diamond League Gesamtwertung zu gewinnen, in welcher ich auf den dritten Rang zurückgefallen bin. Jedoch nach so einer Vorstellung darüber nachzudenken, ist schon fast vermessen.

Die Kumulation der Belastungen der Wettkämpfe in diesem Monat, der Reisestress und das Finale in der Prüfungsphase meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der TU Dresden haben mich ordentlich beansprucht. Ab Mittwoch (letzte Prüfung) gilt meine volle mentale und körperliche Kraft der Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt.

(v.l.) Matthias Haverney, Trainer Jörg Elbe, Jenny Elbe, Raúl Spank

07.08.2011 Rabenberg | Trainingslager

Die WM-Vorbereitung ist in vollem Gange. Ich bin wieder mental frisch und habe in einer kurzen und knackigen Trainingsphase auf dem Rabenberg (Sachsen) neue Kräfte getankt.

Meine Spezialität ist es zum Saisonhöhepunkt die beste Leistung zu erbringen. Ich möchte meine Saison- und Bestleistung in Daegu steigern, 2,34 m aber noch viel lieber 2,36 m springen. Im Moment liege ich auf dem neunten Rang in der Weltrangliste und gehöre zum erweiterten Medaillenkreis. In dieser Saison hat im Hochsprung fast jeder jeden schon irgendwann einmal besiegen können, es gibt keinen Topfavoriten für die WM-Entscheidung.

Wenn ich in Top-Form bin, werde ich mein Ziel überspringen können und dann ist auch ein Platz auf dem Podium möglich.

24.07.2011 Kassel | Bester Deutscher Hochspringer

Das Interview: http://www.leichtathletik.tv/v/raul-spank-2-36-in-deagu

Die Sprünge: http://www.leichtathletik.tv/index.php/v/ra-l-spank-entrei%C3%9Ft-matthias-haverney-den-titel

Die 111. Entscheidung im Hochsprung der Deutschen Meisterschaften war ein echter Krimi. Für das Publikum überraschend, aus trainingsgruppeninterner Sicht erwartet, gab es einen Zweikampf zwischen meinem Vereins- und Trainingskameraden Matthias Haverney und mir.

Meine Fans stellte ich bei meiner Anfangshöhe von 2,15 m auf die Geduldsprobe. Nach zwei nahezu aussichtlosen Fehlversuchen konnte ich im dritten Anlauf ein "Haus über die Latte" bauen und der Wettkampf war fürs erste gerettet. Bei herbstlichem Wetter und 12 Grad demonstrierte Matthias sein Können und nahm inklusive 2,28 m jede Höhe im ersten Versuch. Durch meine Fehlversuche bei der Einstieghöhe ins Hintertreffen geraten, könnte ich zwar auch jede Höhe gleich auf Anhieb überwinden, lag aber nur auf dem zweiten Platz. Um zu gewinnen, musste ich höher springen.

Im letzten und finalen Versuch übersprang ich 2,31 m und konnte mir meinen dritten Deutschen Meistertitel nach 2008 und 2010 sichern. Es war der erste Doppelsieg des Dresdner SC im Hochsprung, das beste Hochsprungergebnis seit mehr als 17 Jahren und die spannendsten Deutschen Meisterschaften, die ich bisher erlebt habe.

17.07.2011 Eberstadt | Kein schöner Tag

Schön war der Tag schon deshalb nicht, da es wie aus Kübeln regnete. Aber das soll keine Entschuldigung für die weniger erfreuliche Leistung sein. Den Titelhattrick habe ich verpasst, weil mich meine Hochsprungtechnik verlassen hat, bzw. ich den Ablauf nicht in die Reihe bekommen habe. Die übersprungenen 2,20 m reichten nur für den fünften Platz. Der Sieger Ivan Ukhov konnte das 33. Meeting mit der 2,24 m gewinnen.

Zusammenfassend gesagt: Der Fuß tat nicht weh und ich muss ein volles Hausaufgabenheft abarbeiten, um am 24.07. Deutschlands bester Hochspringer zu werden und wieder ordentliche Höhen zu springen.

16.07.2011 Dresden | Eberstadt nun doch

Das Bangen hat ein Ende. Nach meinen in Paris zugezogenen Fußproblemen stand der Start in Eberstadt mehr als auf der Kippe. Nach einem kurzen Belastungscheck am heutigen Vormittag kann ich grünes Licht geben.

Für mich ist das so etwas wie ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk (13.07.), denn nun kann ich doch noch bei meinem Lieblingsmeeting mit gutem Gewissen springen, ohne die Gefahr, mich zu verletzen. Ich freue mich auf den morgigen Wettkampf. Möge er luftig werden.

08.07.2011 Paris - Diamond League | Mit stumpfen Waffen

Ich mag keine Ausreden, weil man sie entweder vermeiden, beheben oder begrenzen kann. Deshalb möchte ich mein Wettkampfergebnis nicht mit Fußproblemen begründen, sondern mit einer kleinen Unkonzentriertheit beim Einspringen, die zu diesem Problem führte. Normalerweise hätte ich nach dieser Aktion gar nicht mehr antreten dürfen. Aber das Feld der Konkurrenten, die Atmosphäre im Stadion, die perfekte Hochsprunganlage und mein Ziel Bestleistung zu springen motivierten mich, weshalb ich beschloss auf die Zähne zu beißen. Weiter gebracht hat mich das nicht, es war eher kontraproduktiv. Man lernt nie aus!

Einzig fraglich an dieser Situation ist, wie schnell sind die Fußprobleme wieder in den Griff zu bekommen? Kann ich in der nächsten Woche beim Hochsprungmeeting in Eberstadt angreifen? Dahinter möchte ich ein kleines Fragezeichen setzen. In neun Tagen ist viel möglich, weshalb ich mit Optimismus und Vorfreude den nächsten Wettkämpfen entgegensehe.

18.06.2011 Stockholm | Team EM - schwarze Serie durchbrochen

Platz 3, 2,28 m, eigentlich nicht befriedigend, aber ich bin es jetzt einfach mal. Ich habe meine schwarze Serie bei der Team EM, meine Team-EM-Bestleistung um 10 cm verbessert. Am Ende bin ich der 4-Fehlversuche Regel zum Opfer gefallen und durfte deshalb nicht mehr als einen Versuch an 2,31 m machen, der dann leider auch nicht glückte, weshalb der Wettkampf für mich beendet war. Die Existenz dieser Regel möchte ich nicht verteidigen oder weiter kommentieren! Kritisch sehe ich meine Fehlversuche bei den niedrigen Höhen. Dafür muss ich eine Strategie finden, damit sowas nicht mehr vorkommt, besonders im Hinblick auf die Highlights der Saison Eberstadt und der WM.

Kurzfazit: 4 Wettkämpfe, Durchschnitt 2,30 m, ein guter Saisoneinstieg. Leider ging mir bei meiner kleinen Wettkampfserie am Ende etwas die Luft aus. Jetzt heißt es Kräfte wieder neu sammeln und in Paris am 08.07. frisch angreifen!

16.06.2011 Flughafen Dresden | Vorschau Team EM

Zwei Jahre ist es her, als ich mir durch eine Unachtsamkeit eine Verletzung am linken Sprungfuß zuzog, mit welcher ich in der Folge meinen größten Triumph bei der WM in Berlin feierte und wegen welcher ich ein halbes Jahr später operiert werden musste.

Zwei Jahre und einige aus der Fuß-Operation resultierenden Verletzungen später, bin ich wieder vollkommen zurück. Meine Form würde ich mit der des WM-Jahres 2009 gleich setzen, wobei ich denke, vielleicht ein bisschen besser zu sein, weil ich viel dazu gelernt habe. Den Beweis dafür kann ich am Samstag in Stockholm (SWE) antreten. Bisher gelangen mir bei dieser Veranstaltung 2008, 2009, 2010 nur Ergebnisse zwischen 2,15 m und 2,18 m. Diese schwarze Serie gilt es zu durchbrechen und das am liebsten mit einer drei nach dem Komma.

09.06.2011 Oslo | Mit ganz großen Reserven (Diamond League)

Wer hoch springen will, muss auch abspringen. Dazu bin ich leider nicht gekommen, weil der Anlauf zu unterschiedlich war. Besonders bitter ist das deshalb, weil es mein Lieblingshochsprungwetter war - es hatte ordentlich geregnet.

Mit dem 3. Platz (1. Ioannou (CYP), 2. Silnov (RUS) alle 2,28 m) kann ich leben, mit den 2,28 m nicht so wirklich. Ich habe die Chance versäumt eine neue Bestleistung aufzustellen, denn meine körperliche Form war sehr gut. Beim nächsten Wettkampf werde ich wieder konzentrierter, stabiler im Anlauf sein und meine angestrebten Höhenziele erreichen.

04.06.2011 Eugene | Sieg in der Diamond League

Das Meeting im Hayward Field beim Prefontain Classic in Eugene (USA) hat eine ganz spezielle Atmosphäre. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht hier zu springen und auch zu gewinnen.

Wie schon in Ostrava konnte ich im ersten Versuch 2,32 m überspringen. 2,35 m waren an diesem Tag leider noch ein kleines bisschen zu hoch. Besonders souverän war der Wettkampf nicht, aber das Endergebnis zählt im Endeffekt. Besonders freut es mich auch, mein Ziel erfüllt zu haben: Ich war der letzte Hochspringer und werde der nächste Hochspringer sein, der Ukhov (6. Mit 2,29 m) besiegt. Ukhovs Serie, die nach dem Meeting in Eberstadt 2010 begann ist (ich weiß es nicht zu 100% genau) nach einem Dutzend Wettkämpfen zu Ende.

In Oslo am kommenden Donnerstag heißt dann meine Zielstellung 2,33 m +.

31.05.2011 Ostrava (CZE) | Saisoneinstiegsbestleistung

Der Ausflug nach Ostrava hat sich wirklich gelohnt! Eigentlich wollte ich erst in Eugene (USA) am kommenden Samstag die WM-Norm von 2,31m für Daegu (KR) überspringen, aber manchmal, auch wenn ein kleines bisschen überraschend, funktioniert es auch auf Anhieb. Inklusive 2,32 m hatte ich eine blitzsaubere Serie. An der Weltjahresbestleistung von 2,36 m waren die Versuche nicht schlecht, das gibt mir das nötige Selbstvertrauen für die folgenden Schlachten gegen Ivan Ukhov (RUS). Der Sieg in der Hochsprungentscheidung des 50. Golden Spike Meeting in Ostrava wurde zwischen Ivan und mir erst in einem spannenden Stechen ausgefochten. Nachdem wir beide im vierten Versuch an 2,36 m  und 2,34 m scheiterten, fiel die Entscheidung an der Höhe von 2,32 m, die ich leider nicht nochmal überspringen konnte, weil die Kraft etwas nachließ.

Aus Niederlagen zu lernen heißt siegen lernen. Noch nie zuvor war ich in einer Entscheidung um den Sieg in ein Stech en involviert. Jetzt kenne ich die speziellen dafür notwendigen psychischen Tricks. Bei meinen nächsten beiden Starts in der Diamond (Eugene (USA) 04.06; Oslo (NOR) 09.06.) möchte ich versuchen eine neue Bestleistung aufzustellen und wenigstens eines der beiden Duelle gegen Ukhov für mich entscheiden.

23.05.2011 Hamburg | HERBERT Award

Der HERBERT-Award versteht sich als Rückspiel zur traditionellen Sportlerwahl des Jahres. Werden in Baden-Baden stets die besten Athleten durch das Votum der Journalisten gekürt, sind es in Hamburg Deutschlands Spitzensportler, die im Zwei-Jahres-Rhythmus die besten Sportjournalisten, -publikationen und -sendungen auszeichnen. In diesem Jahr durfte ich bei der Ehrung den goldenen HERBERT in der Kategorie "Bester Sportteil in der Tageszeitung" an die Bild übergeben.

01.05.2011 Mallorca (SPA) | Ballern ohne Ballermann

Zehn intensive Tage Trainingslager auf Mallorca sind erfolgreich absolviert. Das Wetter war wirklich super. Jetzt ist die Muskulatur nach den kalten Wintermonaten aufgetaut und die Sommersaison kann kommen.

05.03.2011 Paris (FRA) | EM-Finale / Hallen-Fazit

Kommentar zum 8. Platz und 2,20m im EM-Finale: Das war heute absolut nix!

Leider habe ich heute meine Kraft nicht in die Hochsprungtechnik hinein puzzeln können, sodass am Ende leider ein für mich unerklärbares schwaches Ergebnis steht. Großes Trübsal werde ich nicht blasen. Ich weiß genau wo der Fehler war. Dieser wird in den kommenden zwei Monaten abgestellt, bevor die Freiluftsaison beginnt.

Trotz des unbefriedigenden Finalwettbewerbes, war die Hallensaison 2011 ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ich konnte zwei von drei Zielstellungen erfüllen - Hallenbestleistung, Deutschen Hallenmeister, nur mit der EM Medaille hat es nicht funktioniert. Es sind nur wenige kleine Schräubchen an denen in den kommenden Trainingswochen nachjustiert werden muss! Deshalb steht die Freiluftsaison unter dem Motto: Es ist besser das Feld von hinten aufzurollen, als von oben herab steigen zu müssen!

04.03.2011 Paris (FRA) | Qualifikation Hallen-EM

Die Pflichtaufgabe ist erfüllt! Am Morgen des Qualifikationswettkampfes hatte ich mehr Sorge darum, dass mich meine kleine Fersenproblematik von den Deutschen Meisterschaften blockiert. Gott sei Dank konnte ich schmerzfrei springen, bewältigte trotz einigen technischen Reserven 2,27 m im zweiten Versuch und habe mich damit für die morgige Entscheidung qualifiziert. Im Finale werden die Karten neu gemischt. Meine Zielstellung bleibt die Aufstellung einer neuen Hallenbestleistung.

Zwei Wettkämpfe an aufeinanderfolgenden Tagen sind immer eine spezielle Herausforderung. Deshalb heißt es jetzt Kräfte sammeln, viel Essen und Schlafen, damit im Finale wieder angegriffen werden kann.

27.02.2011 Leipzig | Deutsche Hallenmeisterschaften

Mit einem sehr gelungenem Sprung über 2,30 m konnte ich mir den Deutschen Hallenmeistertitel vor Tim Riedel (2,22 m) und Sven Tarnowski (2,15 m) sichern. Der Wettkampf war wieder ein kleiner Schritt nach vorn. Nach dem zweiten Versuch an 2,34 m haben jedoch Fersenprobleme am Sprungfuß die weitere Höhenjagd verhindert. Mit dem Blick auf die am kommenden Wochenende stattfindenden Hallen-Europameisterschaften in Paris, wollte ich jedoch keine Verletzung riskieren und entschied mich, den Wettkampf sicherheitshalber zu beenden.

Für die Wettkämpfe in Paris bin ich sehr optimistisch. 2,30 m werden in der Qualifikation die zu überspringende Marke sein. Und im Finale hoffe ich auf eine erneute Steigerung meiner Saisonbestleistung, dann kann auch ein Platz auf dem Podium dabei herausspringen.

07.02.2011 Dresden-Leipzig| Kein Dreisprung

Das nächste Highlight ist das Hochsprungmeeting in Arnstadt. Mein Blick richtet sich aber auch schon auf die nachfolgenden Wettkämpfe in Leipzig und Paris. Vor allem bei den Deutschen Hallenmeisterschaften (Leipzig) möchte ich ganz oben auf dem Treppchen stehen und die Drei nach dem Komma in der Ergebnisliste wieder finden. Die Überlegung auch im Dreisprung an den Start zu gehen, werde ich nicht in die Tat umsetzen. 

Auch wenn ich in der aktuellen Bestenliste gut positioniert bin, konzentriere ich meine gesamte Energie nur auf den Hochsprung. Nach meinem geglückten Dreisprungexperiment bei den Sächsischen Meisterschaften in Chemnitz (15,82m), begleiteten mich zwei Tage Muskelkater im Gesäß und in den Waden. Damit lässt sich leider nicht gut hochspringen. Deshalb verfolge ich den Dreisprung am Samstag den 26.02. nur als Zuschauer, um am Sonntag (27.02.) ausgeruht anzugreifen.

05.02.2011 Suttgart | Sparkassen Cup

Es wird langsam! Das Minimalziel ist erfüllt, die Hallen-EM-Norm ist abgehakt.

Ich merke, dass sich Verbesserungen einstellen und ich auf dem richtigen Weg zur neuen Hallen - Bestleistung bin. Trotzdem gibt es noch einigen Verbesserungsbedarf, vor allem im technischen Bereich. Es flutscht einfach noch nicht, die Abläufe sind eckig und kantig. Ich bin sehr zuversichtlich mich weiter in dieser Saison einzuspringen und von Wettkampf zu Wettkampf zu steigern. Nach kurzer Denkpause (intensive Prüfungsphase im Studium) möchte ich mich beim 35. Arnstädter Hochsprungmeeting mit Musik (19.02.) in Top Form präsentieren und 2,30m angreifen.

01.02.2011 Dresden| Beflügelnde Wirkung

Neue Schuhe haben immer einen besonderen Reiz. Sie sehen besonders schick aus und man möchte sie am liebsten nicht mehr ausziehen. Für mich haben nagelneue Hochsprungspikes deswegen auch einen ganz besonderen Reiz. Ich stehe stabiler im Schuh, verspüre ein Wohlgefühl und erlebe einen beflügelnden Effekt. Und genau diesen möchte ich am Samstag beim Sparkassen Cup in Stuttgart ausnutzen.

29.01.2011 Glasgow| Kein befriedigender Saisoneinstand

Das war kein Einstieg nach Maß. Mit 2,22m bin ich beim AVIVA International Match zwischen Deutschland, Schweden, USA, Großbritannien und der Commonwealth-Auswahl nur auf dem dritten Platz gelandet und deutlich unter Wert geblieben. Es war ein Tag an dem wirklich nichts zusammengepasst hat und zusätzlich waren die Bedingungen noch sehr speziell. Ich musste in meinem Anlauf ab und zu einmal über einen Startblock springen oder eine Weitspringerin umkurven. Selbstkritisch möchte ich anmerken, dass mich solche Bedingungen nicht überraschen dürfen, denn bei Hallenwettbewerben ist es traditionell sehr eng.

Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft konnte ich mich jedoch über eine geschlossene Teamleistung und einem souveränem Sieg vor Großbritannien und den Commonwealth freuen. Am Ende des Tages zeigten daher die Mundwinkel des Kapitäns nach oben und des Hochspringers Raúl Spank nach unten.

23.01.2011 Chemnitz | Das Dreisprungexperiment

...ist geglückt. Bei den sächsischen Hallen-Landesmeisterschaften habe ich mich zum ersten Mal im Hop - Step - Jump ausprobiert. Nach anfänglichen Problemen konnte ich mich mit meinem 10-Schritt-Anlauf auf 15,82 m katapultieren. Somit habe ich den Landesmeistertitel gewonnen, die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften abgehakt und nebenbei noch eine Deutsche Jahresbestleistung im Dreisprung aufgestellt.

Schnelligkeit, Sprungkraft und Kraftwerte sind sehr positiv, die Athletische Basis für 2,30m-Sprünge ist gegeben. Jetzt muss ich die guten Zubringerleistungen nur noch  in Hochsprungtechnik hinein puzzeln. Wie gut das funktioniert werde ich am kommenden Samstag (29.01.2011) beim AVIVA International Match in Glasgow (GBR) sehen.

14.01.2011 DSC Halle | Etappensieg

Dreieinhalb Monate Kämpfen, Schwitzen, Beißen haben fürs Erste ein Ende. Der Sommersportler wird im Herbst und Winter geschaffen, die Grundlagen für die angestrebten Ziele sind gesetzt, jetzt konzentriere ich mich auf die Wettkämpfe in der Hallensaison. Problemfrei, linear, ohne kleine Dämpfer verläuft eine Arbeitsphase bekanntlich nie. Seit dem Frühjahr 2009 konnte ich das erste Mal ein viertel Jahr am Stück verletzungsfrei durchtrainieren, das war ein belebendes Gefühl. Ob alle Trainingsmaßnahmen fruchten, kann man nie genau voraussagen, doch ich bin sehr optimistisch und freue mich meine Leistungsfähigkeit bald unter Beweis stellen zu dürfen. Nun besteht die Aufgabe, mich in den nächsten beiden Wochen in Wettkampfform zu bringen, damit gleich beim ersten Auftritt die Latte bei 2,27 m liegen bleibt (Hallen-EM Norm).

 

 

08.01.2011 Dresden | Sächsische Sportkrone (2010)

Es ist mir leider nicht gelungen, meinen Titel aus dem Jahre 2009 zu verteidigen. Dafür wurde mir aber die Ehre zu Teil, den sächsischen Sportler des Jahres 2010, Matthias Steiner (Gewichtheben) gebührend anzupreisen und ihm die Krone als meinen Vorgänger und Nachfolger symbolisch aufzusetzen. Ich hoffe auf die Fortsetzung des Wechselspiels, denn zur nächsten Ehrung möchte ich wieder voller Spannung eine Laudatio verfolgen und am Ende meinen Namen hören. Unter diesem Motto gehe ich das Jahr 2011 an und werde mit hohen Sprüngen alles daran setzen, meine Zielstellungen zu erreichen.


zur Laudatio...

 
 

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